Wer liest deine Website? Googles Anteil am Bot-Traffic fällt auf ein Drittel
Googles Anteil am weltweiten Bot-Traffic ist laut Cloudflare Radar binnen eines Jahres von 46,8 auf 30,1 Prozent gefallen. Nicht, weil Google weniger crawlt, sondern weil neue Player wie Anthropic, Apple und Baidu dazugekommen sind. Wenn heute ein Bot eine Website liest, ist es deutlich seltener ein Such-Crawler und häufiger eine KI, die gerade eine Antwort baut.
- Google: 46,8 % → 30,1 % Anteil am verifizierten Bot-Traffic (Cloudflare Radar, Q2 2025 vs. Q2 2026).
- Anthropic, Apple und Baidu standen vor einem Jahr nicht in den Top 9, heute holen sie zusammen 13,2 Punkte.
- Meta, OpenAI und Microsoft stehen praktisch unverändert da: Der Markt geht in die Breite, nicht an einen neuen Marktführer.
- Für Websites heißt das: Der typische Bot-Besuch dient immer öfter einer KI-Antwort, nicht einem Suchindex.
Wie hat sich der Bot-Traffic verändert?
Vor einem Jahr kam fast die Hälfte des weltweiten Bot-Traffics von Google. Heute ist es knapp ein Drittel. Das zeigt eine eigene Abfrage der Cloudflare Radar API, verifizierter Bot-Traffic, Q2 2025 gegen Q2 2026, abgerufen am 30. Juli 2026:
- Google: 46,8 % → 30,1 %
- Meta: 14,6 % → 14,9 %
- OpenAI: 8,7 % → 7,6 %
- Microsoft: 5,2 % → 5,3 %
- Sonstige: 14,9 % → 22,3 %
Google verliert fast 17 Prozentpunkte, und keiner der etablierten Namen hat sie eingesammelt. Meta, OpenAI und Microsoft stehen praktisch da, wo sie vor einem Jahr standen.
Wer sind die neuen Player?
Drei Namen, die vor einem Jahr nicht einmal in den Top 9 der Bot-Betreiber standen: Anthropic (jetzt Platz 5 mit 4,9 %), Apple (4,3 %) und Baidu (4,0 %). Zusammen holen sie 13,2 Punkte und damit fast so viel, wie Google abgegeben hat. Rausgeflogen sind dafür Semrush, Yandex und Huawei. Ein Jahr, ein Drittel der Liste ausgetauscht.
Crawlt Google jetzt weniger?
Das lässt sich aus den Zahlen nicht ableiten, und vermutlich stimmt es auch nicht. Cloudflare Radar misst Anteile, keine absoluten Mengen. Googles Stück vom Kuchen ist kleiner geworden, weil der Kuchen selbst gewachsen ist: Es lesen heute schlicht mehr Maschinen das Web als vor einem Jahr.
Was machen die neuen Bots auf deiner Website?
Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Menge, sondern im Zweck. Ein Such-Crawler liest deine Seite, um sie in einen Index einzusortieren, und schickt dir später vielleicht Besucher*innen. Die neuen Bots lesen deine Seite oft in dem Moment, in dem jemand eine Frage stellt: Eine KI holt die Inhalte, baut daraus eine Antwort und nennt im besten Fall die Quelle. Deine Website hat damit immer öfter Leser, die keine Menschen sind. Und diese Leser entscheiden, ob du in der Antwort vorkommst.
Was bedeutet das für deine Sichtbarkeit?
Wenn der typische Bot-Besuch immer seltener ein Such-Crawler ist, reicht es nicht mehr, nur für Rankings zu optimieren. Deine Inhalte müssen so geschrieben sein, dass eine Maschine sie versteht und zitieren kann: direkte Antworten, klare Struktur, belegte Zahlen. Geschrieben, um zitiert zu werden. Ob das heute schon funktioniert, zeigt der Antwort-Check: Kommst du in den KI-Antworten auf die wichtigsten Fragen deiner Zielgruppe vor? Genau diesen Kreislauf automatisiert flize: Scouting, Antwort-Check, Content-Produktion und Attribution, gebündelt an einem Ort.
Heißt das, Google crawlt weniger als früher?
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Nein, das lässt sich aus den Zahlen nicht ableiten. Cloudflare Radar misst Anteile, keine absoluten Mengen. Googles Stück vom Kuchen ist kleiner geworden, weil der Kuchen gewachsen ist: Es sind deutlich mehr Bot-Betreiber aktiv als vor einem Jahr.
Sollte ich KI-Bots in der robots.txt blocken?
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Wer in KI-Antworten sichtbar sein will, sollte Antwort-Bots wie ClaudeBot, OAI-SearchBot oder PerplexityBot nicht pauschal aussperren. Sinnvoll ist eine bewusste Entscheidung pro Bot: Zugriffe für Antworten zulassen, Training je nach eigener Content-Strategie erlauben oder ausschließen.
Woher stammen die Zahlen?
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Aus einer eigenen Abfrage der Cloudflare Radar API, verifizierter Bot-Traffic, Q2 2025 gegen Q2 2026, abgerufen am 30. Juli 2026. Cloudflare sieht als CDN-Anbieter einen großen Teil des weltweiten Web-Traffics und verifiziert Bots über Netzwerk- und Verhaltensmerkmale.
Ist SEO damit tot?
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Nein. Google bleibt der größte einzelne Bot-Betreiber, und klassische Suche liefert weiter Traffic. Aber der Anteil der Bots, die für KI-Antworten lesen, wächst schnell. GEO ergänzt SEO, es ersetzt es nicht.